Hintergrund und Vision

 

Die Grundlegeung

Nach der Rückkehr aus dem babylonischen Exil sorgte sich das Volk Israel nur für das eigene Haus, nicht aber für das Haus Gottes. Deshalb ergreift Propheten Haggai im Namen Gottes die mahnenden Worte: „Ist etwa die Zeit gekommen, dass ihr in euren getäfelten Häusern wohnt, während dieses Haus in Trümmern liegt?“ (Hag 1,4). Angesichts derartiger Entwicklung legt Gott selbst seine Hand ans Werk. Er „weckte den Geist (…) all derer, die vom Volk noch übrig waren, so dass sie kamen und die Arbeit am Tempel ihres Gottes, des Herrn der Heere, aufnahmen“ (Hag 1,14). Der Herr sprach: „Von heute an spende ich Segen“ (Hag 2,19). Jesus nannte es „das Haus seines Vaters“ (Joh 2,16). Im Blick auf sein Haus hat Gott eine Vision (vgl. Jes 56,7), die Jesus in Erinnerung ruft: „Mein Haus soll ein Haus des Gebetes sein“ (Mt 21,13).

 

Das Haus des Gebetes

Wir bauen am Haus des Gebetes, das dank der großen Güte Gottes betreten werden darf (vgl. Ps 5,8), in dem wir in die Gegenwart des transzendenten und uns leidenschaftlich liebenden Gottes einschwingen können. Seine Gegenwart füllt das Haus des Gebetes mit seiner Herrlichkeit. Teilnehmend am Gebet Jesu, der „allezeit lebt, um für uns einzutreten“ (Hebr 7,25), wollen wir als „Wächter auf der Mauer“ (Jes 62,6) Gott mit Anbetung, Lobpreis, Dank, Fürbitte, Klage und dem Hören auf sein Wort keine Ruhe geben (vgl. Jes 62,7), wodurch wir Gemeinschaft mit Ihm und untereinander haben und sein Wort: „Mein Haus wird ein Haus des Gebetes (…) genannt“ (Jes 56,7), seine Verwirklichung findet. Hier begegnet uns Gott, sein Sohn Jesus Christus und der Heilige Geist. Hier empfängt jeder der bittet; wer sucht, der findet, wer anklopft, dem wird aufgetan (vgl. Mt 21,13; Lk 11,10).

 

Das Gebet

Das Gebet ist ein Ausdruck unserer Beziehung zu Gott durch Jesus Christus in der Kraft der Liebe des Vaters und des Sohnes, der mit uns, die er kennt (vgl. Joh 10,14), in einen liebevollen Dialog des Herzens eingetreten ist, in dem er uns zuhört und zu uns spricht. Er berührt uns heilend und erhört unsere Gebete, denn für ihn „ist nichts unmöglich“ (Lk 1,37). Deshalb gilt es für uns: „Nur eines erbitte ich vom Herrn, danach verlangt mich: Im Haus des Herrn zu wohnen alle Tage meines Lebens, die Freundlichkeit des Herrn zu schauen und nachzusinnen in seinem Tempel“ Ps 27,4).

 

Die Vision

Während der stattgefundenen 24 x 3 PRAYER in 2013, 24 x 4 PRAYER in 2014 und 24 x 7 PRAYER in 2015 und 2016 erlebten wir, wie Menschen kamen und sich Zeit für das Gebet (das Gespräch mit Gott) nahmen, persönlich als auch gemeinschaftlich. Der dreifaltige Gott Vater, der Sohn Jesus Christus und der Heiliger Geist ist es wert, mit Lobpreis, Fürbitte, Dank, Klage, Hören auf sein Wort angebetet zu werden. Vier mal im Monat nehmen wir uns Zeit für 24 x 4 GEBET 4 x im Monat rund um die Uhr in St. Michael in Wüstensachsen. Wer zu Gott kommt, der wird von ihm angenommen: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen“ (Joh 6,37). „Alles, worum ihr betet und bittet – glaubt ihr nur, dass ihr es schon erhalten habt, dann wird es euch zuteil“ (Mk 11,24). Darum wollen wir jederzeit, Tag und Nacht (vgl. Eph 6,18) und „ohne Unterlass!“ (1 Thess 5,17) beten. Denn „Sollte Gott seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm schreien, nicht zu ihrem Recht verhelfen, sondern zögern?“ (Lk 18,7).