St. Michael, Seiferts

Der Zugang zur Grotte ist für die Besucher zur Zeit gesperrt!

„Die 1914 errichtete Mariengrotte in Seiferts muss für Besucher gesperrt werden. Da sich Steine im Mauerwerk gelöst haben und sich Spalten bilden, ist sie nicht mehr standfest.
Diese traurige Nachricht überbrachte der Ehrenberger Bürgermeister Peter Kirchner (parteiunabhängig) den Mitgliedern der Gemeindevertretung in der jüngsten Sitzung.
Gerhard und Reinhold Faulstich sowie Reinhard Wemmer, die sich um die Pflege der Anlage kümmern, stellten fest, dass sich Steine gelöst haben und die Spalten zwischen den Basaltsteinen größer geworden sind. Ein Problem sei die Lage am Hang mit den Bäumen, die darüber stehen und Druck auf das Bauwerk ausüben können. Da die Gemeinde die Verkehrssicherungspflicht habe und man keine Menschen gefährden wolle, sei es unumgänglich, die Grotte abzusperren. Bei einem Ortstermin mit den Betreuern und einem Statiker habe man die Sperrung beschlossen worden.
Eventuell müsse die Grotte sogar zurückgebaut werden, sagte der Bürgermeister. Soweit wollte Otto Naderer (Bürgerliste) nicht gehen. Er warnte vor einem Schnellschuss. Er empfahl nach Lösungen zu suchen, damit die Grotte erhalten werden kann. Ein Rückbau und ein Aufbau an anderer Stelle sollte das letzte Mittelsein.
Mit dem Bau der Grotte war 1913 begonnen worden. Die Basaltblöcke stammen von der Seifertser Hute. Die Marienstatue fertigte der Steinmetz Bernhard Zentgraf (Batten). 1990 wurde die Hauptbrücke saniert, 1991 folgte eine umfassende Restaurierung der beiden Statuen. ic“

Quelle: Fuldaer Zeitung, 29.04.2022

Das Gelände zum Bau der Grotte - mit einem herrlichen Buchenwald - wurde von Gönnern zur Verfügung gestellt. Der Bau wurde binnen 3 Wochen im Jahre 1913 vollendet. Die Einweihung erfolgte - aufgrund des harten und langen Winters - am 2. Ostertage 1914 durch Herrn Dechant Schnaus.

Nach dem ersten Weltkrieg ging man zur Vollendung der Anlage über. Der damalige Kaplan Lippert, ein großer Marienverehrer, konnte unter großer Mühe und Anstrengungen das Werk mit Hilfe der Seifertser Bevölkerung und Spenden der Einwohner fertigstellen. Ein großes Lob ist dem Kaplan heute noch für die Tatsache auszusprechen, dass dieser den Bildhauer aus Batten mit der Anfertigung der neuen Muttergottesstatue beauftragte. Er verstand es in ganz hervorragender Weise, aus einem weichen Sandstein eine Gottesmutter mit einem so gütigen Antlitz zu erschaffen - der schöne Faltenwurf und die ganze Figur laden direkt zur inneren Einkehr ein. 


Aber nicht nur die Marienstatue allein verdient Bewunderung - die ganze Anlage mit ihrem schönen Buchenbestand, den vielen Treppen, dem Springbrunnen und so vielem mehr laden den Besucher zum Verweilen ein.


Die Bernadette direkt unterhalb der Muttergottes wurde erst in den fünfziger Jahren von einem Wohltäter gestiftet. Sie vollendet so die Grotte nach dem Vorbild von Lourdes. Die Figur wurde vom Bildhauer aus Batten geschaffen.


In den Jahren von ihrem Bau bis heute lag die Betreuung der Grotte stets in privater Hand. Ohne kirchlichen oder politischen Auftrag erklärten sich stets Leute bereit, die Grotte unentgeltlich sauber und instand zu halten und darüber hinaus auch noch zu schmücken.


In den 60er Jahren wurde der Zufahrtsweg von der Teufelsbergstraße bis zum Treppenaufgang der Grotte geteert. Die Strecke vor dem Treppenaufgang wurde stufenförmig verlegt, wobei die Stufen aus unserem ehemaligen Kirchenaufgang stammten. Diese Maßnahme wurde dringend nötig, denn bei jedem Hochwasser wurden die Wege zum Teil mit mehr als 30 – 40 cm ausgespült. Da die beiden Treppen nach oben sehr brüchig waren, wurden sie mit Basaltplatten vom Billstein neu verlegt. Im Laufe der Jahre wurde das Plateau vor der Gottesmutter mit Basaltplatten neu gepflastert, so dass das fegen bei jedem Wetter möglich war. Im April 1991 wurde die Hauptbrücke über der Schlucht neu aufgelegt. Im April 1990 wurden die Statuen restauriert. Im Juli 1992 wurde die obere Sitzbank mit Eisengeländer, weil sie verrostet war, total neu gestaltet. Desweiteren wurden zwei massive Sitzbänke aufgestellt und mit dem Pflaster fest verankert sowie ein neuer Opferstock installiert.


Im März 1993 konnte außerdem ein Metallgeländer rund um die Wege aufgestellt werden. Dieses ersetzte das bisherige Geländer aus Birkenholz, das zwar gut in das Gelände passte, aber ziemlich schnell verwitterte. Im Rahmen der Grottenrestaurierung wurde desweiteren auch der Hochbehälter zur Versorgung des Springbrunnens und eine neue Wasserleitung vom Hochbehälter bis zum Springbrunnen verlegt. Am 18.5.2014 fand anl. des 100 jährigen Bestehens, ein Festgottesdienst mit dem Weihbischof Prof. Dr. Diez statt.

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