Update und OKay

Wenn Jesus aus dem Gebet kam, strahlte Er ein tiefes Glück, Freude und Kraft aus. Das weckte bei den Jüngern die Sehnsucht: auch so zu sein. So baten sie Ihn: «Herr, lehre uns beten, wie schon Johannes seine Jünger beten gelehrt hat. Da sagte er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Vater, dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme ...» (Lk 11,1-2).
Das «Vaterunser» ist das wichtigste Gebet der Christen. Das Besondere, ja das Revolutionäre dieses Gebetes, besteht in der Gottesbeziehung, in die uns dieses Gebet einführt. Jesus gibt uns Anteil an Seiner Vaterbeziehung. Das Vaterunser will uns an das liebende Herz Gottes ziehen. Unter der Sonne dieser Liebe blüht unser Menschenherz auf ungeahnte Weise auf.
Dazu braucht es aber mehr als das Auswendigsprechen der Gebetsworte. Das Gebet ist vielmehr eine Einführung ins Leben als Kinder Gottes, ein Weg. Wir können sagen, dass Jesus uns in diesem Gebet an der Hand nimmt, um uns in unsere Berufung als Töchter und Söhne Gottes einzuführen.
Das Logo oben zeigt: Das «Vater unser» ist altbekannt und vielleicht auch, wie der Schriftzug etwas starr. Vielleicht sind wir festgefahren in unserem Beten... «Vater» und «unser» -«Vater» und «wir» - sind wie durch einen Balken getrennt.
Das «Update» auf dem Balken lädt uns ein, ganz im Heute eine neue Verbindung herzustellen, unser «Okay» dazu zu geben. Das ist eine Herausforderung, die uns zu neuer Tiefe und neuer Weite, zu mehr Licht und Liebe in unserem Leben führt. So erwartet uns auf diesem Vaterunserweg ein spannendes Abenteuer.
Aus: Leo Tanner, Urban Camenzid, Vater unser, Referentenunterlagen zum Glaubenskurs, DVD, WeG Verlag 2012