Kreuzbergwallfahrt

Friedensfußwallfahrt zum Kreuzberg

Der Kreuzberg mit seiner Höhe von 927,8 m ist die höchste Erhebung der fränkischen Rhön , der erstmals 161 mit dem Namen Askerbec" erwähnt wird.
Im 7. Jahrhundert soll der irische Mönch das erste Kreuz an der Stelle eines Götzensteins hier errichtet haben.
Im Zuge der Gegenreformation ließ der Würzburger Fürstbischof Julius Echter 1582 Kreuze aufstellen und unterhalb des Gipfelsplateaus eine Kapelle bauen.

 

Nach einer schweren Krankheit gelobten die Wüstensachsener 1752 eine Wallfahrt am Fest der Kreuz Auffindung auf den Kreuzberg, für die Pfarrer Johann Laurentius Wirtschem beim Würzburger Ordinariat eine Genehmigung erbat. Aus "drifftigen beweg=ursachen" wurde sie jedoch nicht gestattet. Sie sollten "an den nehmlichen fest-tag den Gottesdienst in der ordentlichen Pfarr-Kirch desto fleissiger bewohnen, und Gott für die er=haltene guttat iher schuldige Dacksagung abstatten." Im Jahr 1755 wurde die gelobte Kreuzbergwallfahrt mit der Begründung "dermahligen Zeitumständen" nicht erlaubt.

 

In Wüstensachsaches gab es nach Pfarrer Johann Raupp auch eine Prozeesion mit Absingung der 4 Evangelien am Pfingstmontag, die bis 1974 im Unterdorf abgehalten wurde. Durch Vakanz der Pfarrstelle nach dem Tod vom Pfarrer Alois Schön 1975 und wegen der Straßenbauarbeiten in der Schhloßstrasse konnte sie zwei Jahre hintereinander nicht mehr stattfinden. Herr Karl Auth, Sprecher des Pfarrgemeinderates, schlug "anstelle der Sakramentsprozession durch das Unterdorf eine Friedensfußwallfahrt zum Kreuzberg" vor. Die erste Friedensfußwallfahrt fand am Pfingstmontag 1977 statt. Sie wurde 25 Jahre vom Herrn Karl Auth als Vorbeter begleitet.

 
 
 

Die Friedensfußwallfahrt zum Kreuzberg, die bei jder witterung stattfindet, beginnt am jeweiligen Pfingstmontag um 5.50 Uhr mit der Segnung der Wallfahrer. Seit der ersten Kreuzbergwallfahrt sind bis heute die Musiker und Musikerinnen des Musikvereins "Hohe Rhön" dabei.

 

Eine große Hilfe stellen die Wallfahrtsbegleiter dar. Bis 1987 begleitet die Wallfahrer Herr Josef Menz und dann Herr Heriber Gilbert, die die Wallfahrer mit Getränken versorgten. Seit 1997 betreuten Anita und Werner Grösch die Wallfahrer auf den Wallfahrtsrastplätzen. Ihnen folgen Freiwilliger.

 

Nach dem Gottesdienst steht den Wallfahrern und den Musikern der große Raum im Antoniusbau der Klosteranlage zur Verfügung. Hier findet das gemeinsame Mitagessen statt. Die Musiker und Musikerinnen freuen sich auf das Kreuzbergbier, als Zeichen der Dankbarkeit für die musikalische Begleitung. Mit der gemeinsamen Mahlzeit geht die Friedensfußwallfahrt zum Ende.